Kolumbien: Änderungen beim Exógena Report

Bei dem Exógena Report handelt es sich um eine Reihe von Daten über die durchgeführten Operationen mit Kunden oder Nutzern, welche natürliche und juristische Personen der kolumbianischen Steuerbehörde DIAN monatlich oder jährlich vorlegen müssen. Diese Informationen müssen im XML-Format übermittelt werden. Mit der Resolution 000068 von 2016 hat die DIAN Angaben zur Übermittlung des Reports gemacht, die sich auf Informationen ab dem Steuerjahr 2017 beziehen. Doch was passiert mit Steuerzahlern, die den Report gar nicht, falsch oder unvollständig übermittelt haben?

 

Wer muss den Report einreichen?

  • Juristische Personen, wenn sie 2016 ein zu versteuerndes Einkommen von über 100 Millionen Pesos hatten
  • Natürliche Personen, wenn sie 2016 Gesamteinnahmen von über 500 Millionen Pesos hatten sowie 2018 von über 100 Millionen Pesos in Form von nicht erarbeitetem bzw. Kapitalvermögen

 

Was verändert sich an dem Report?

Hinsichtlich des Formates, in dem Informationen an die DIAN übermittelt werden, ergeben sich folgende Änderungen, deren Ziel es ist, das Audit-Management durch die DIAN zu vereinheitlichen und doppelte Informationen in verschiedenen Formaten zu vermeiden:

  • Format 1001: Wenn Quellensteuern im gemeldet werden, sollten bestimmte Informationen nicht mehr bzw. in einem andere Format (2276) gesendet werden. Dies bezieht sich auf Lohnzahlungen an Mitarbeiter und unabhängige Mitarbeiter, die persönliche Dienstleistungen erbringen.
  • Format 2276: Das Format sollte nur folgende Beträge ausweisen: Quellensteuerbeträge über Einkommen der Mitarbeiter, Quellensteuern als Mehrwertsteuer und der Wert der Mehrwertsteuer, der als höchster Wert der Kosten ausgewiesen wurde
  • Format 1007: neue Codes für die erzielten Einkünfte des Steuerjahres sowie Löschung des Spaltenschemas
  • Format 5253: Darüber hinaus müssen alle kolumbianischen Rechtspersonen und Betriebsstätten, die Tochtergesellschaften im Ausland sind, Informationen der tatsächlichen Begünstigten (also der natürlichen Personen, die eine wirksame Kontrolle über das Unternehmen hatten) melden!

 

Welche Sanktionen drohen von der DIAN?

Bis zu drei Jahren nach der Report-Einsende-Deadline kann die DIAN Steuerpflichtige sanktionieren, die den Report nicht übermittelt haben. In diesem Fall drohen, abhängig von der Menge der fehlenden Daten, Strafen von bis zu 15.000 UVT ($ 514.050.000 bzw. 514 Millionen Pesos). Diese Strafe kann selbst dann verhängt werden, wenn der Steuerzahler den Bericht verspätet nachreicht. Dafür hat er im Zweifel bis 2020 Zeit, da sich die Bestimmungen auf alle Steuerjahre ab 2017 beziehen.

Reichen Unternehmen ihre Berichte proaktiv und unaufgefordert durch die DIAN nach, so kann das Strafmaß um bis zu 20% reduziert werden. Weitere Reduzierungen um 50% bzw. 75% sind dann möglich, wenn der Steuerzahler alle inhaltliche Vorgaben an den Report vollumfänglich erfüllt hat.

 

Was sollte man beim Erstellen des Reports beachten?

Die Voraussetzung für die Erstellung des Reports ist, dass der elektronische Signaturmechanismus auf dem neuesten Stand ist und alle technischen Anforderungen für die Darstellung der Informationen erfüllt. Ist dies nicht gegeben, können sich Erstellung und Abgabe des Reports verzögern, was zu Strafen führen kann.

Ohnehin sollte der Report unbedingt vor Ablauf der Deadline eingereicht werden, das DIAN-System eine vorläufige Überprüfung des Inhalts durchführt und im Zweifel Fehlermeldungen ausgeben kann. In diesem Fall können Sie vor dem Endtermin notwendige Änderungen vornehmen, wodurch Strafen oder Bußgelder vermieden werden können.

Am wichtigsten ist, dass Sie als Unternehmen den mit dem Report verbundenen Aufwand nicht unterschätzen! Auch wenn die Änderungen zunächst übersichtlich aussehen, können die Informationen je nach Menge der Unternehmensaktivitäten so komplex werden, dass eine hohes Risiko für Komplikationen in deren korrekten Erhebung besteht.

 

 

Die entsprechenden regulatorischen Veränderungen könnten auch für Ihr Unternehmen hinsichtlich Customizing oder Wartung ihres ERP / SAP Systems relevant sein. Kontaktieren Sie uns gerne, um herauszufinden, inwiefern die neuen Regelungen Ihrerseits eine Reaktion erfordern – wir beraten Sie kompetent und zeitnah!