Brasilien: Senat plant Reform der Einkommensteuer

Ein Gesetzentwurf zur Änderung der Einkommensteuergesetzgebung begann diese Woche im Senat. Konkret sollen Dividenden besteuert, die Körperschaftssteuer reduziert und Niedrigverdiener von der Einkommensteuer (IRPF) befreit werden.

 

Besteuerung von Dividenden

Der von Senator Eduardo Braga (MDB-AM) verfasste Text beabsichtigt, Dividenden von natürlichen und juristischen Personen mit 15% zu besteuern, welche bisher davon befreit waren.

 

Reduzierung der Körperschaftssteuer

Aktuell herrscht in den OECD-Ländern der Trend, die Gewinnbesteuerung großer Unternehmen zu reduzieren, um die Schaffung von Arbeitsplätzen zu stimulieren. Dementsprechend schlägt der Senator schlägt auch für Brasilien vor, die Körperschaftsteuer von 15% auf 12,5% und die zusätzlichen Steuerbelastungen von 10% auf 7% zu senken. Die maximale Gesamtbesteuerung der Unternehmen würde sich daher von 25% auf 20% verringern.

 

IRPF-Befreiung

Braga schlägt vor, dass alle, die bis zu fünf Mindestlöhne verdienen (2019 entspricht dies 4.990 R $, also circa 1260 US$), gänzlich von der Einkommensteuer befreit werden sollen. Diejenigen, die mehr verdienen, zahlen gemäß eines progressiven Systems den vollen Satz von bis zu 27,5%. Dies würde eine große wirtschaftliche Erleichterung für Geringverdiener bedeuten, da bisher nur Steuerzahler mit Einnahmen von bis zu 1.900 R $ von der Einkommensteuer befreit waren. Insgesamt würden 12,3 Millionen Menschen, die heute IRPF zahlen, davon befreit werden.

 

Ziel der Gesetzesvorlage

Das Gesetz wurde am 2. April vorgelegt, aber am 23. April an den Berichterstatter der Wirtschaftskommission, Senatorin Daniella Ribeiro (PP-PB), verteilt. Ziel der Maßnahme ist es laut Eduardo Braga, die sinkenden Steuereinnahmen aufzubessern, um andererseits Geringverdiener und Kleinunternehmer steuerlich entlasten zu können. Gleichzeitig ermutige die Besteuerung von Dividenden Unternehmen dazu, ihre Gewinne wieder zu reinvestieren und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen.

 

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