Brasilien: Neue Berechnungsgrundlage und Übermittlungsmethode für PIS/COFINS!

Ausschluss der ICMS-Steuer bei der Berechnung von PIS/COFINS

In den vergangenen Jahren wurde als Berechnungsbasis der PIS/COFINS-Steuern die Produkt- bzw. Dienstleistungskosten plus der darauf anfallenden ICMS-Steuern genommen. Dies stellte de facto eine verfassungsrechtlich unzulässige Doppelbesteuerung dar, da die Berechnungsgrundlage unter Hinzunahme der ICMS-Steuern natürlich höher ausfiel.

Der Schaden, der Unternehmen dadurch entstand, beläuft sich laut PGFN (Procuradoria Geral da Fazenda Nacional) auf 250 Milliarden Reais für die letzten 10 Jahre. Infolgedessen wurde zahlreiche Prozesse zur Rückerstattung angestrebt, die oft zugunsten der Unternehmen entschieden wurden.

Die Lösung des Problems soll in dem Ausschluss der ICMS bei der Berechnung von PIS/COFINS liegen, der sogenannten EIBC (Exclusao do ICMS da Base de Calculo do PIS/COFINS). Allerdings ist bisher noch nicht klar, ab wann dieser Ausschluss (rückwirkend) gilt.

Darüber hinaus soll PIS/COFINS 2020 durch eine neue Steuer, die CSRI (Contribuicao Social sobre a Receita e Importacoes), um das Steuererhebungsverfahren zu optimieren.

 

Neue Übermittlungsmethode ab 2019

Im Rahmen des EFD-Contribuicoes Report können die PIS/COFINS Beträge ab 2019 auf zwei Arten übermittelt werden:

  • Per Lastschriftverfahren (debito-credito), wie von der RFB (Receita Federal Brasileira) definiert
  • Per ICMS destacado als Teil der NF-e, wie von dem STJ (Superior Tribunal de Justica) entschieden
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