Brasilien: Bloco K-Deadline naht!

Bloco K

 

Was es ist

Bloco K ist eine Erweiterung der brasilianischen SPED e-Accounting Maßnahmen, die die elektronische Erfassung von Produktion und Inventar erforderlich machen. Durch Bloco K wird somit eine digitale Version der Buchhaltung von Inventar und Produktionskontrolle erstellt. Das bedeutet, dass alle Unternehmen, die eine elektronische Rechnung (NFe) ausstellen, ihre Inventar- und Produktionsberichte in Form des Bloco K als Teil des SPED Fiscal vorlegen müssen. Die staatlichen Finanzbehörden erhalten von den Unternehmen somit alle Informationen, die für die Berechnung von ICMS (Umsatzsteuer) und IPI (Steuer für industrialisierte Produkte) notwendig sind.

 

 

Wer bis wann aktiv werden muss

Ab 01. Januar 2019 müssen alle Unternehmen den Bloco K-Report einreichen!

Der Implementierungsprozess läuft bereits seit 2017 und bezog sich zunächst auf alle Unternehmen mit Einnahmen über 300 Millionen Reais und seit Januar 2018 auf alle Unternehmen mit Einnahmen über 78 Millionen Reais.

Konkret orientiert sich die Implementierungspflicht an dem Umsatz und der Branchenzugehörigkeit des Unternehmens entsprechend dem CNAE-Register. Daraus ergeben sich folgende Deadlines:

 

1. Kategorie: für produzierende Gewerbe mit Umsatz von oder über R$300.000.000,00:

  •  1. Januar 2017, beschränkt auf die Inventar- und Bilanzinformationen (Register K200 und K280) mit CNAE 10 bis 32;
  •  1. Januar 2019, vollständige Buchführung von Bloco K für Industriebetriebe die in 11, 12 und Gruppe 291, 292 und 293 vom CNAE eingestuft sind;
  •  1. Januar 2020, vollständige Buchführung von Bloco K für Industriebetriebe eingestuft zwischen 27 und 30 vom CNAE;
  •  1. Januar 2021, vollständige Buchführung von Bloco K für Industriebetriebe in 23 und Gruppe 294 und 295 vom CNAE;
  •  1. Januar 2022, vollständige Buchführung von Bloco K für Industriebetriebe in 10, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 28, 31 und 32 vom CNAE

 

2. Kategorie:  für produzierende Gewerbe mit Jahresumsatz von oder über R$ 78.000.000,00 mit CNAE 10 bis 32

  • 1. Januar 2018, beschränkt auf die Inventar- und Bilanzinformationen (Register K200 und K280)

 

3. Kategorie: für die restlichen produzierenden Gewerbe mit CNAE von 10 bis 32; Grosshandelsbetriebe mit CNAE 462 bis 469 und Betriebe, die der Industrie angeglichen sind, werden noch definiert

  • 1. Januar 2019, beschraenkt auf die Inventar- und Bilanzinformationen (Register K200 und K280)

 

Welche Informationen erhoben werden müssen

  • Produktionsinformationen zu Rohmaterialien, Komponenten und gefertigten Waren
  • Informationen über Inventar und Lagerbewegungen
  • Informationen über verloren gegangene Produktionskomponenten
  • Informationen über Drittanbieter bzw. Zulieferer
  • sowie detaillierte Informationen zu erhobenen ICMS und IPI-Gebühren
  • Produzierte Menge
  • Menge der verbrauchten Materialien
  • Menge die bei Dritten produziert wurde
  • Menge der in der Produktion bei Dritten verbrauchten Materialien
  • Interne Lagerbewegungen, die nicht direkt mit der Produktion zusammenhängen
  • Materialien des Unternehmens und in deren Besitz
  • Materialien des Unternehmens in Besitz von Dritten
  • Materialien von Dritten im Unterenehmen
  • Liste aller Materialien fuer Eigenproduktion und Produktion bei Dritten

 

Welche Reports monatlich an die SEFAZ gehen

  • Standardized Specific Consumption
  • Bloco K opening
  • ICMS/IPI Collection Dates
  • Carrying Stock
  • Other Internal Movements
  • Produced Items
  • Manufactured Products
  • 3rd Party Manufactured Products
  • 3rd Party Inputs Usage
  • Block Closing

 

Welche Umsetzungserfordernisse gelten

Die zu erfassenden Informationen verändern die Art und Weise, wie Unternehmen ihre internen Inventurbewegungen nachverfolgen und dokumentieren müssen. Zunächst müssen Unternehmen herausfinden, welche Reports für sie verpflichtend sind. Anschließend müssen neue Buchhaltungsmethoden erarbeitet werden, um der Detailtiefe der erforderlichen Reports gerecht zu werden. Abschließend müssen technische Schnittstellen entwickelt werden, um die Daten and die SEFAZ zu übertragen.

 

Welche Strafen drohen

Die Idee hinter dem Report ist der Abgleich zwischen ein- und ausgehenden elektronischen Rechnungen, sodass der gesamte Warenkreislauf (Ankauf – Produktion – Verkauf) mit den SPED-Reports nachverfolgt werden kann. Inkonsistenzen zwischen den Reports führen zu automatischen Audits und Strafzahlungen wegen Non-Compliance.

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