Argentinien: Erhöhte Freibeträge für die Quellensteuer

Am 15. Juli 2019 veröffentlichte die argentinische Steuerbehörde AFIP die Allgemeine Resolution 4525. Dadurch wird die allgemeine Resolution 830 geändert, indem die Beträge, die nicht der Quellensteuer unterliegen, für bestimmte Einkommen verschiedener Kategorien aktualisiert werden. Das neue Regime tritt am 1. August 2019 in Kraft. Mit dieser Änderung erhöht die AFIP die Mindesteinbehaltungsentgelte um ungefähr 57% bis 60%, z. B. bei Honoraren.

 

Welche Beträge unterliegen ab August 2019 nicht mehr der Quellensteuer?

  • Der Mindestbetrag, der nicht der Quellensteuer unterliegt, wird von 150 USD auf 240 USD erhöht
  • Für städtische Immobilienmieten, die von den Begünstigten erhalten werden, wird das Minimum von 650 USD auf 1.020 USD angehoben

 

Die Beträge, die nicht der Quellensteuer unterliegen, werden für jeden Systemcode erhöht. Einige Beispiele sind:

  • Mieten: von 7.120 USD auf 11.200 USD
  • Veräußerung von persönlichem Eigentum: von 142.400 USD auf 224.000 USD
  • Kosten für Baustellen und/oder Dienstleistungen: von 42.700 USD auf 67.170 USD

Alle weiteren Systemcodes und deren steuerliche Behandlung befinden sich im Anhang der Resolution 830, die hier im Original eingesehen werden kann.

 

Warum wurden die Freibeträge erhöht?

Die Änderung der Mindestbeträge entspricht der inflationsbedingten Anpassung. Diese Anpassungen sollen Steuerzahler davor schützen, unter größeren Einbehaltungen aufgrund des nominalen Preisanstiegs zu leiden.

 

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